Colour-Ex im Praxistest – Jetzt fliegt der Lack!
Bei unserem aktuellen Quad-Projekt geht es dem alten Lack ordentlich an den Kragen. Bevor Rahmen und Einzelteile neu aufgebaut und lackiert werden können, muss der alte Kram erst einmal runter. Dafür testen wir aktuell Colour-Ex Lackentferner – und nach den ersten Versuchen können wir schon sagen: Das Zeug funktioniert verdammt gut.
Draufpinseln, warten und der Lack fängt an aufzugeben. Genau so muss das sein.
Einfache Anwendung ohne großes Theater
Die Anwendung war wirklich unkompliziert. Pinsel geschnappt, Colour-Ex dünn aufgetragen und erst einmal arbeiten lassen. Behandelt haben wir unter anderem:
- den kompletten Rahmen unseres Quads
- Schwingen und Streben
- verschiedene Halterungen
- demontierte Fahrwerksteile
- weitere lackierte Einzelteile
Wir haben dabei direkt zwei Versuche gestartet. Einige Teile wurden vorher ordentlich gereinigt, andere haben wir bewusst nicht gereinigt, um zu sehen, wie groß der Unterschied am Ende tatsächlich ist. Sauber gegen dreckig – klassischer Schrauber-Feldversuch eben. Das endgültige Ergebnis von beiden Varianten werden wir später natürlich noch hier veröffentlichen.
Nach einer Stunde wurde es interessant
Schon nach ungefähr einer Stunde Einwirkzeit konnte man deutlich sehen, dass sich der alte Lack löst. An mehreren Stellen ließ er sich sogar schon mit dem Stiel vom Pinsel regelrecht vom Metall abschieben. Kein ewiges Schleifen, kein stundenlanges Drahtbürsten und kein unnötiges Herumgekloppe am Rahmen.
Nach rund einer Stunde fing der Lack schon an, freiwillig das Feld zu räumen.
Auf den Bildern sieht man bereits ziemlich gut, wie das blanke Metall unter dem alten Lack wieder zum Vorschein kommt.

Jetzt kommt der komplette Rahmen dran
Nach dem ersten Test war für uns ziemlich schnell klar: Das komplette Quad wird damit entlackt. Rahmen und alle entsprechenden Einzelteile werden jetzt Stück für Stück behandelt. Danach kann es mit der eigentlichen Aufarbeitung und dem Neuaufbau weitergehen. Den aktuellen Stand unseres Quad-Projekts könnt ihr jederzeit unter „Projekte“ begutachten. Dort zeigen wir euch, wie sich die Kiste nach und nach verändert.
Geruchslos heißt nicht harmlos!
Was uns ebenfalls aufgefallen ist: Colour-Ex ist bei der Verarbeitung nahezu geruchslos beziehungsweise sehr geruchsarm. Das ist angenehm, sollte aber nicht dazu verleiten, das Zeug einfach irgendwo im geschlossenen Keller zu verarbeiten.
Nur weil du nichts riechst, heißt das noch lange nicht, dass du dir das Zeug im Keller reinziehen solltest.
Gerade in kleinen Räumen mit wenig oder gar keiner Belüftung sollte man vorsichtig sein. Handschuhe, vernünftige Belüftung und die Herstellerhinweise gehören bei solchen Arbeiten sowieso dazu. Geruchslos bedeutet nicht automatisch ungefährlich.
Unser bisheriges Fazit
Bis jetzt können wir Colour-Ex wirklich empfehlen.
- sehr einfache Anwendung
- erste sichtbare Wirkung schon nach etwa einer Stunde
- Lack lässt sich deutlich leichter lösen
- kaum Geruch bei der Verarbeitung
- bisher überzeugendes Ergebnis auf unserem Quad-Rahmen
Unser Test ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Heute wird der restliche Rahmen entlackt und danach schauen wir uns an, wie gut das Ergebnis wirklich geworden ist. Außerdem vergleichen wir noch, ob die vorher gereinigten Teile besser reagieren als die ungereinigten.
Redneck-Fazit
Colour-Ex 1 – alter Lack 0.
Bis jetzt hält das Zeug genau das, was wir uns davon erhofft haben. Pinsel raus, drauf damit und den Lack seine Sachen packen lassen. Die Bilder zeigen den aktuellen Stand direkt aus unserer Schrauberhöhle. Kein Hochglanz-Werbeversuch, kein Labor – einfach Colour-Ex gegen einen alten Quad-Rahmen.

